Neuer Blickfang am KlosterStadtleben

Am 23. Juni hat Bürgermeister Klaus Draeger in Zarrentin am Schaalsee eine neue Sehenswürdigkeit offiziell eingeweiht. Ein rund fünf Meter hoher, kunstvoll gestalteter Holzstamm vor dem Nordgiebel des Klosters zieht nun die Blicke auf sich.

Der Stamm ist das Ergebnis von rund 30 Stunden aufwendiger Handarbeit. Monty Schlutt, Mitarbeiter des Amtsbauhofes, hat das Werk geschaffen. Er entdeckte vor fünf Jahren seine Leidenschaft für das Schnitzen von Holzskulpturen mit speziellen Motorsägen und hat diese Fähigkeit seitdem stetig weiterentwickelt. Die Kosten für das Projekt wurden von der Stadt übernommen, wie Bürgermeister Draeger betonte.

Ausgangspunkt für die Idee war eine sogenannte Küstentanne, die über viele Jahre an diesem Standort gestanden hatte und schließlich aus Sicherheitsgründen entfernt werden musste. Bauhofleiter Torsten Engel hatte die Idee, den Stamm nicht vollständig abzutragen. So blieb ein etwa fünf Meter hoher Stumpf erhalten – und damit die Grundlage für die heutige Skulptur.

Die Stadtvertretung stimmte der künstlerischen Gestaltung des Stammes zu. Ursprünglich war eine Darstellung einer Nonne vorgesehen, passend zur unmittelbaren Nähe des Klosters und zur Sage, mit der die Maräne in den Schaalsee kam. Da die Stärke des Künstlers jedoch in der Gestaltung von Tieren liegt, überzeugte schließlich sein Entwurf.

Das Ergebnis ist ein detailreiches Kunstwerk: An der Spitze des Stammes thront eine Eule, die ihren Blick wachsam auf die Stadt richtet – angelehnt an die Eule, die das Naturschutzgebiet kennzeichnet. Eingearbeitet wurden darunter der Schriftzug „Schaalseestadt“ sowie das Jahr, in dem Zarrentin das Stadtrecht erhielt. Es folgen das Zarrentiner Stadtwappen sowie zur Seeseite hin ein Seeadler als Symbol für die Biosphäre Schaalsee. Bereits während seiner Entstehung zog das Kunstwerk zahlreiche interessierte Zuschauer an und wurde sehr positiv aufgenommen.

Bürgermeister Draeger würdigte das Engagement und die handwerkliche Leistung bei der Übergabe und sprach von einem „gelungenen Werk“, das die Stadt nachhaltig bereichere. Als Zeichen des Dankes überreichte er Monty Schlutt einen Gutschein für das Restaurant im Seehotel – verbunden mit großem Respekt für dieses besondere handwerkliche Können und die sichtbare Leidenschaft, die in dem Kunstwerk steckt.

Text: Anja Bartels
Fotos: Stadt Zarrentin am Schaalsee