Zarrentin packt an: Gemeinsam für eine saubere StadtStadtleben

Am Samstag, den 28. März, hieß es in ganz Mecklenburg-Vorpommern wieder: Frühjahrsputz!

Auch in Zarrentin am Schaalsee und den Ortsteilen folgten viele Bürgerinnen und Bürger dem Aufruf der Stadt und packten tatkräftig mit an – trotz Regen, kühlen Temperaturen und matschigen Wegen. Die Feuerwehr hatte diese Tradition des Frühjahrsputzes schon vor vielen Jahren ins Leben gerufen, um gemeinsam für ein sauberes Stadtbild zu sorgen.

Rund 130 engagierte Teilnehmende, darunter zahlreiche Mitglieder der Feuerwehren, Jugendsparten, Vereine und Hilfsorganisationen, trafen sich ab 9 Uhr an den jeweiligen Feuerwehrgerätehäusern. Den größten Andrang verzeichnete Zarrentin selbst: Etwa 80 Helferinnen und Helfer machten sich hier gemeinsam für eine saubere Stadt stark. Bürgermeister Klaus Draeger begrüßte die Anwesenden persönlich, dankte für ihren Einsatz und erinnerte in bewegten Worten an einen Vereinskameraden, der wenige Tage zuvor verstorben war. Eine Schweigeminute ehrte sein Andenken, bevor sich die Gruppen auf ihren Weg machten.

Dann ging es los: Straßen, Wege und Grünflächen wurden von achtlos weggeworfenem Müll befreit, Gräben gesäubert und Hinterlassenschaften aus der Natur entfernt. Die Mitarbeitenden des Bauhofs unterstützten die Aktion tatkräftig, kümmerten sich um die abgestimmte Logistik und sorgten dafür, dass gefüllte Müllsäcke zügig eingesammelt und ordnungsgemäß entsorgt wurden.

Mit großem Einsatz waren die Feuerwehren dabei – Erwachsene wie Jugendliche gleichermaßen. Sie waren nicht nur in Zarrentin selbst, sondern auch in den Ortsteilen unterwegs und sorgten gemeinsam mit DLRG und Hundestaffel für saubere Wege, Plätze und Uferbereiche. Die DLRG war sogar mit Boot und Tauchern an der Badestelle des Schaalsees aktiv. Auch im Heimatmuseum fand parallel ein eigener Frühjahrsputz statt: Zahlreiche Mitglieder des Museumsvereins reinigten die Ausstellungsräume, pflegten die Außenanlagen und bereiteten die neue Saison vor.

Zum Abschluss wartete auf alle Helferinnen und Helfer eine wohlverdiente Stärkung: Die Feuerwehr lud traditionsgemäß zu einer kräftigen Erbsensuppe aus der Gulaschkanone ein. Feuerwehrkamerad Bernd Schwan übernimmt diesen schmackhaften Dienst bereits seit über 20 Jahren – und steht dafür jedes Jahr in aller Frühe für die Vorbereitungen auf.

Nicht zu vergessen: Neben der Vorbereitung hatten Feuerwehr und Bauhof am Nachmittag auch noch reichlich Nacharbeit zu leisten. Bis etwa 14 Uhr waren die Kameradinnen und Kameraden sowie die Bauhofmitarbeitenden im Einsatz, um aufzuräumen, Material zu säubern und alles wieder an seinen Platz zu bringen.

Am Ende des Tages kamen in Zarrentin rund vier Kubikmeter Müll zusammen – erfreulicherweise etwas weniger als im Vorjahr, was die Organisatoren als gutes Zeichen für ein gesteigertes Umweltbewusstsein werten. Bauhofleiter Torsten Engel zeigte sich sichtlich zufrieden mit dem reibungslosen Ablauf. Gemeindewehrführer Jens Arndt lobte den kameradschaftlichen Einsatz und die großartige Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Text: Anja Bartels
Fotos: Anja Bartels, Torsten Engel, Stephan Wenzel